Altenpflegelehrgang 2012

Schmerz – unumgängliches Übel
oder auch notwendige Entwicklungshilfe?

Arbeitsgruppen

 
I

Grundlagen einer anthroposophischen  Menschenkunde
Dr. Barbara Treß, Hamburg, Ärztin

II

„…bevor es der Seele weh tut.“
Friedrich Hussong, Hamburg, Pfarrer

III

Sieben innere Schritte als Vorbereitung auf den Tod      Irmgard Bauer, Stuttgart, Pfarrerin  

IV

Laut und Leise -
die Facetten des Schmerz in der bildenden Kunst
Dr. Ellen Markgraf, Kunsthistorikerin Kassel

V

Schmerzbehandlung bei Hochbetagten: bietet die komplementäre Medizin wirksame, aber schonende Behandlungen?
Prof. Dr. Albrecht Warning, Alfter, Arzt

VI

Wie erleben wir Pflegenden den Schmerz im Alter
Dorothea Wiegand, Kassel, Altenpflegerin;
Dorothea v. Heynitz, Kassel, Heimleiterin und Altenpflegerin

Beschreibung der Arbeitsgruppen

I. Grundlagen einer anthroposophischen Menschenkunde
Die anthroposophische Medizin arbeitet auf der Grundlange des anthroposophischen Menschenbildes. In dieser Arbeitsgruppe wollen wir an den Gesetzen der Viergliedrigkeit und physiologischen Dreigliederung arbeiten. Gerade durch das gemeinsame Anschauen bekannter Phänomene sollen diese Gesetze verstehbar werden.
Dr. Barbara Treß

II. „Bevor es der Seele weh tut.“
Praktische Tipps und Anregungen wie sich unnötiger Seelen-Schmerz im Berufsalltag vermeiden lässt. Im Gespräch und anhand von kleinen Übungsbeispielen wollen wir versuchen einfache und praktische Hilfen zu finden, die im Berufsleben mit seinen Spannungsfeldern von „Tun oder Lassen“ von „Nähe oder Distanz“ sowie von „Träumen oder Konzentrieren“ unnötigen Seelen-Schmerz vermeiden helfen.
Friedrich Hussong

III. Sieben innere Schritte als Vorbereitung auf den Tod
Im Zugehen auf den Tod werden die Lebensereignisse für den Sterbenden immer bedeutsamer. Erneut beginnt er sich mit seiner Biographie und deren Sinn auseinander zu setzen. Es ist dann von Bedeutung, wie die Erinnerungen im Bewusstsein aufleuchten – als bearbeitet, verinnerlicht, verdrängt oder vergessen.
Irmgard Bauer

IV. Laut und Leise -
die Facetten des Schmerz in der bildenden Kunst

Das Verhältnis zum Schmerz unterliegt dem gesellschaftlichen Rollenverständnis. Schmerz wird in verschiedenen Situationen und je nach Zugehörigkeit zu bestimmten gesellschaftlichen Gruppen unterschiedlich erduldet. Eine kulturelle Vorstellung erklärt freiwillig ertragenen Schmerz zu einem Erlösung bringenden Leid. Je nach religiös-mythologischem Hintergrund wird dafür das Leiden Christi oder der verlustreiche Auszug der Ursippe ins verheißene Land zitiert. Beides rettete das kulturelle oder physische Überleben des Volkes und hat Vorbildfunktion. In dieser Arbeitsgruppe steht die Frage nach der Möglichkeit, Schmerz darzustellen im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Melancholie, Trauer, Verlust, innere und äußere Verletzungen sind einige Variationen zu dem Thema, das in Facetten von ganz leise, kaum bemerkbar bis laut und unübersehbar in der bildenden Kunst thematisiert wird. Gedichte und Auszüge aus der Literatur werden die Arbeit unterstützen.
Dr. Ellen Markgraf

V. Schmerzbehandlung bei Hochbetagten:
bietet die komplementäre Medizin wirksame, aber schonende Behandlungen?

Die Behandlung der Schmerzen im höheren Lebensalter kann sehr problematisch werden:
Zum einen sind die Beschwerden oftmals chronisch und verlangen eine langfristige Strategie, zum anderen ist die Verarbeitungstoleranz beim alten Menschen mitunter sehr gering, sodass es zu unerwarteten oder unkontrollierbaren Nebenwirkungen kommen kann. Damit kann die Behandlung von Schmerzen zu einem aufdringlichen und bedrängenden Thema auch in der Pflegegruppe werden. Gibt es Möglichkeiten wirksame naturheilkundliche  oder komplementäre Maßnahmen im Vorfeld als Prävention oder in eine Stufenplanung der Behandlung einzufügen? Dies soll in der Arbeitsgruppe besprochen werden.
Dr. Albrecht Warning

VI. Wie erleben wir Pflegenden den Schmerz im Alter
In dieser Arbeitsgruppe wollen wir die verschiedenen Ebenen des Schmerzes, wie sie uns im Alltag begegnen, betrachten und entsprechende Herangehensweisen gemeinsam erarbeiten.
Dorothea Wiegand, Dorothea von Heynitz

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