Roswitha Allgöwer

geb. 1963, verheiratet, vier Kinder, Hebamme, Überlingen.

Seit meinem 8. Lebensjahr bin ich durch die alljährlich wiederkehrende Erfahrung der dreiwöchigen Kinderferienlager der Christengemeinschaft auf dem Methorst geprägt worden. Dort habe ich Gemeinschaft, Lagerleben, gemeinsames Singen, neue Freundschaften und wertvolle Begegnungen erfahren, die mir stets neue Kraftquellen für das kommende Schuljahr eröffnet haben.

Dieser Funke hat sich auch auf meine eigenen vier Kinder übertragen, die diese Lichtblicke und die Freuden der gemeinsamen Erlebnisse stets durch das Jahr getragen haben.

Neben meiner Begeisterung in meinem Beruf als Hebamme pflege ich auch regelmäßig den Wassersport, der mich auf zahlreichen Fahrten im Ruderboot auf dem Bodensee begleitet und auch schon mehrfach mit Kanus nach Skandinavien geführt hat.

Nathanael Becker

geb. 1993, Ingenieur für Erneuerbare Energien, seit 2017 Student am Priesterseminar Stuttgart.

Die Jugendfreizeiten habe ich erst vor ein paar Jahren entdeckt. Dafür bin ich seitdem umso begeisterter mit dabei! Von Kulturfreizeit mit Flüchtlingen über Theatersommer zu einem Sommercamp in den USA ist es mir ein großes Anliegen, dass sich alle so wohl fühlen, um in dieser Zeit wirklich sie selbst sein zu können. Somit ist auch die Grundlage gegeben, um tiefer ins Gespräch zu kommen; oftmals über die eigene Zukunft, die der Mitmenschen und die der Welt. Dazu kommen unvergessliche gemeinsame Erlebnisse, die, zusammen mit dem religiösen Leben, die Gruppe so zusammenschweißen, dass der ganze Mensch aus unserer hektischen und reizüberfluteten Welt sich für eine Weile entziehen kann. Dies macht ein tiefes Aufatmen möglich, und jeder kann danach gestärkt und erholt wieder in den Alltag zurück gehen.

Jörg Deiß

geb. 1965, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Augsburg.

 

Ulrich Goebel

geb. 1965, Waldorfschüler, Elektroniker, Mathematiker, seit 2000 Pfarrer in der Christengemeinschaft, derzeit in Dortmund.

Mit Pferden beschäftige ich mich seit 2003; damals standen die ersten Reiterferien bevor. Seitdem schätze ich den Umgang mit diesen treuen Tieren immer mehr: sie zu pflegen, mit ihnen zu lernen und sich von ihnen durch die Natur tragen zu lassen. Das möchte ich durch unsere Reiterferien an die Kinder weitergeben.

Susanne Gödecke

geb. 1971, verheiratet, Pfarrerin in der Christengemeinschaft Berlin-Wilmersdorf.

Mit den Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft selbst groß geworden, stehe ich seit vielen Jahren in dieser Arbeit. Den Kindern und Jugendlichen damit eine erfüllte Zeit zu ermöglichen, aus der sie Kraft und Mut für ihren Lebensweg schöpfen und Gleichgesinnte in ihrer eigenen Generation finden können, lässt mich Jahr für Jahr eine neue Freizeit planen. Mein Entschluss, schon recht früh Pfarrerin zu werden (1997), hatte mit der Erwägung zu tun, dass gerade für diese Aufgabe „jugendliche Kräfte” von Nöten sind. Von Anfang an habe ich versucht, die Ferienfreizeiten spielerisch zu prägen – durch ein Thema, das sich durch Geschichten und Gespräche, verschiedene Projekte, Geländespiele, Feste und Musik bis hin zu Aufführungen zieht. Ein solcher Charakter lässt sich besonders gut in einer „Kulturzeit“ mit Jugendlichen verwirklichen, die mit unserem Theatersommer 2018 zum vierzehnten Mal stattfindet.

Ute Hanke

geb. 1960, verheiratet, drei Kinder, Kinderkrankenschwester und Waldorf-Erzieherin.

Claudio Holland

geb. 1971, verheiratet, vier Kinder, Goldschmied, seit 2001 Pfarrer in der Christengemeinschaft, derzeit in Hannover.

Seit 1998 leite ich Jugend- und Familienfreizeiten. Dass sich dabei alle Teilnehmer erholen und zusammen mit anderen eine schöne Zeit erleben, vielleicht sogar neue Freunde finden, ist für mich eigentlich selbstverständlich. Aber durch den gegebenen Rahmen – das Thema, den Ort und die Landschaft, den Tagesrhythmus und die religiösen Elemente, die sich selbstverständlich in den Tag einfügen – kann zur körperlichen und seelischen Erholung eine wirkliche innere geistige Erfrischung und Anregung hinzukommen, die weit über den Sommer und das Jahr hinausreicht. Unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben aus solchen Freizeiten entscheidende Impulse und Halt für ihr ganzes Leben mitnehmen können, unabhängig davon, ob sie mit der Christengemeinschaft verbunden waren oder nicht. Die Ferienlager der Christengemeinschaft sind für mich die schönste Chance für alle Beteiligten, sich selbst und anderen ganz neu zu begegnen.

Naomi Kassner

geb. 1995, Zimmerin, Wildnispädagogin, Leipzig.

Nachdem ich die Kanutour in Schweden zweimal als Teilnehmerin erlebt hatte, war ich anschließend drei Jahre als Gruppenleiterin dabei und seit 2017 auch als Freizeitleiterin. So bin ich dieser Freizeit bis heute treu geblieben und werde auch im kommenden Sommer wieder mitfahren.

Die Herausforderungen des gemeinsamen Lebens in der Freizeit, sowohl sozial-zwischenmenschlich als auch organisatorisch-praktisch, reizen mich immer wieder aufs Neue, Teil dieser temporären Gemeinschaft zu sein und durch meine Arbeit und Energie den Jugendlichen wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Das Leben in und mit der Natur und der Verzicht auf den Luxus, den wir im Alltag gewohnt sind, begeistern mich nach wie vor, da es uns andere Perspektiven eröffnet und zu den existenziell wichtigen Dingen (zurück-) führt.

Harry Lohse

geb. 1958, verheiratet, vier Kinder, seit März 2000 Pfarrer in der Christengemeinschaft in Würzburg, vorher Lehrer an einer heilpädagogischen Schule.

Meine Hobbys sind Volleyball und Jazzmusik (Schlagzeug). Ich bin davon überzeugt, dass die Seele singen, tanzen, musizieren und schauspielern will; dafür braucht es aber einen geeigneten Rahmen. Deshalb leite ich seit 2003 die Musical-Freizeit im Oberlin-Haus. Hier kann man die Langeweile und das Herumhängen besiegen, sich in einer neuen Gemeinschaft ausprobieren, ungeahnte Fähigkeiten bei sich entdecken, viele nette Leute kennenlernen und sich selber unter Gleichgesinnten neu er-finden.

Hans-Bernd Neumann

geb. 1964, verheiratet, vier Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft Kassel.

Tarik Özkök

geb. 1967, verheiratet, zwei Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Hamburg.

Die Natur genießen, Kultur erleben – fast alles macht in Gemeinschaft mehr Spaß; und trotzdem darf jeder so sein, wie er ist. Dass man gemeinsam über sich selbst hinauswachsen kann, macht die Freizeiten für mich immer wieder zu einem besonderen Fest im Jahr. Die gemeinsamen Erlebnisse und die Freundschaften, die dabei entstehen, leben manchmal weit darüber hinaus. Das möchte ich selbst immer wieder erfahren – und möglich machen, dass auch die Jugendlichen das erleben können.

Rahel Ordelmans

geb. 1992, Inklusionskraft im Waldorfkindergarten Zülpich, Wildnispädagogin, Studentin.

Nach meiner anthroposophischen Laufbahn (Waldorfkindergarten und -schule, Christengemeinschaft, Ferienfreizeiten) bin ich ein paar Jahre lang in anderen Gefilden gewandert. Mein Freiwilliges Soziales Jahr habe ich an einer integrativen Grundschule absolviert. Anschließend bin ich in einen Bauwagen in der tiefen Vulkaneifel gezogen und habe dort in einem Seminarhaus gearbeitet; danach ging es weiter in die Voreifel und zurück in “Waldorfwelt”. Hier begleite ich nun mit vollem Herzen ein Kind mit schwerer Mehrfachbehinderung im Waldorfkindergarten.

Meine ganze Kindheit und Jugend hindurch habe ich jedes Jahr an den verschiedenen Freizeiten der Christengemeinschaft teilgenommen. Die tiefen Erfahrungen, die ich dort machen durfte, haben mich stets durch das ganze Jahr getragen. Dieses wundervolle Gemeinschaftsleben mit der Möglichkeit, sich selbst und die anderen in einem so geschützten Rahmen erfahren dürfen, gebe ich gerne weiter. Die Reiterferien der Christengemeinschaft habe ich nun seit einigen Jahren in verschiedenen Funktionen (Gruppenhelferin, Küche, Springhelferin) begleitet und freue mich nun sehr darauf, sie ab 2022 auch als Leiterin zu erleben.

Sebastian Otto

geb. 1977, verheiratet, vier Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Darmstadt.

Hieronymus Rentsch

geb. 1985, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Überlingen.

 

Johannes Roth

geb. 1970, verheiratet, zwei Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Stuttgart-Mitte. Nach der Schulzeit Zivildienst als Pflegehelfer, danach Physik-Studium in München und Göttingen, Diplom 1998. Anschließend Priesterseminar in Stuttgart, Weihe 2002, Gemeindepfarrer in Lübeck, Kassel und (seit 2021) in Stuttgart-Mitte.

Nachdem ich als Kind und Jugendlicher kaum Zugang zu Gemeinschaftsaktionen (wie z. B. Jugendtagungen) hatte, fuhr ich schließlich mit fast 30 Jahren einmal als Betreuer mit zu einer Kinderfreizeit – und bin bis heute dankbar dafür! Ich erlebte, wie das Wirken aus einer Gemeinschaft heraus einer großen Kinderschar Form, Halt und Sicherheit geben kann, wie der klare Tages- und Wochenrhythmus ein längeres Zusammenleben möglich macht, wie die Kinder in dem Rahmen, der ihnen hier angeboten wird, fern ihrer gewohnten Umgebung eine andere Rolle und andere Aufgaben übernehmen, wie sie sich dankbar für soziale Auseinandersetzungen zeigen können, solange diese konstruktiv sind. – Vier Jahre später war ich erstmals als Freizeitleiter mit dabei, seitdem alljährlich. Was mir dabei wichtig ist, ist neben den oben beschriebenen Elementen: den Kindern starke Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen, ihnen durch erfüllte Tätigkeit, durch liebevolle Betreuung, durch Gesang und Geschichten eine Umgebung zu bereiten, die ihnen zu einer „Heimat auf Zeit“ wird, von der sie zehren können – vielleicht ein Leben lang.

Georg Schaar

geb. 1967, verheiratet, vier Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Überlingen.

Kinderfreizeiten sind ein Lebensort. Als Kind habe ich von Freizeit zu Freizeit gelebt. Als Helfer wurde das Mitwirken ein Stück weit erprobt. Als Freizeitleiter darf ich die Freude erleben, wenn aus vielen Einzelheiten – Menschen, Tätigkeiten, Ereignissen – allmählich ein einzigartiges Ganzes wächst. So ein Stück Leben zu gestalten, aus den Kindheitserfahrungen und dem Umgang mit vier eigenen Kindern schöpfend, angeregt durch die heute zugängliche Fülle von Ideen zu Mensch und Welt und gespannt auf das, was bei jeder Gelegenheit unverwechselbar neu entsteht – darauf freue ich mich, wenn ich auf eine Kinderferienfreizeit zugehe.

Ulrike Schaar

geb. 1962, verheiratet, vier Kinder, z. Zt. Religionslehrerin, (früher Eurythmistin und Studium am Priesterseminar Stuttgart), Überlingen.

Auf der Suche nach der richtigen Lebensaufgabe lernte ich nach der Schule durch Freunde die Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft kennen. Schon als Gruppenleiterin begeisterten mich dabei die beglückenden menschlichen Begegnungen, so dass ich mich früh auch als Freizeitleiterin einsetzte. Durch meine eigenen Kinder pausierte ich damit einige Jahre. Doch ist es mir weiterhin ein großes Anliegen, den jungen Menschen Räume und Gelegenheiten zu schaffen, in denen sie auf das lauschen können, was sie selbst sein wollen. Im handwerklichen Betätigen erleben die Kinder das bestätigende Gefühl des eigenen Könnens, im Singen und Lauschen auf Geschichten darf die kindliche Seele Höhen und Tiefen erfahren und im Finden neuer Freunde geht ihr Blick weit in die Zukunft. Dass es solche Orte immer weiter geben kann, dazu möchte ich mich mit meinen Kräften einsetzen.

Dietmar Schwarz

geb. 1965, verheiratet, fünf Kinder, Bootsbaumeister, Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer im Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft e. V., Kanuguide Level 4T (Whitewater Touring) DiKA, Wildnispädagoge.

Die Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft sind für mich Orte der Begegnung und Entwicklung. Begegnungen der Kinder und Jugendlichen, des Teams, jedes einzelnen mit sich selbst, mit den Gruppen und/oder der Gemeinschaft und mit den Elementen der Natur. Durch diese vielfältigen Begegnungen werden in allen Beteiligten Entwicklungen angestoßen, die oft weit über die Dauer der Ferienfreizeiten hinausgehen. Als Leiter versuche ich, zusammen mit dem Team den Rahmen zu gestalten – mit allem, was dazu gehört –, damit dies in guter Weise und viel Freude für alle gelingen kann. Auf den von mir geleiteten Kanu- und Segelferienfreizeiten habe ich immer wieder erfahren können, auf welch wunderbare Weise Wind, Wasser und Boote eine Unterstützung dafür sind.