Steffen Barth

geb. 1973, verheiratet, zwei Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Wetter.

Familienfreizeiten sind für mich ein wunderbarer Ort, um einander zu begegnen und sich näher kennenzulernen. In dieser kurzen, aber intensiven Zeit entstehen Räume, um Fragen auszusprechen und darüber wirklich ins Gespräch zu kommen. Es entsteht eine Gemeinschaft, die wir uns für unser alltägliches Leben wünschen würden: Kinder, die den ganzen Tag über miteinander spielen und schaffen; Lieder, die uns das ganze Jahr hindurch begleiten; gemeinsame Ausflüge in die Umgebung … Etwas Zukünftiges leuchtet auf, welches aber nur durch uns Wirklichkeit werden kann! Aus diesem Erleben heraus wird die Familienfreizeit für die Kinder schnell zu einem wesentlichen Bestandteil des Jahres.

Jörg Deiß

geb. 1965, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Augsburg.

Thomas Fetscher

geb. 1957, Pfarrer in der Christengemeinschaft in München.

Ulrich Goebel

geb. 1965, Waldorfschüler, Elektroniker, Mathematiker, seit 2000 Priester in der Christengemeinschaft, derzeit in Bonn.

Mit Pferden beschäftige ich mich seit 2003; damals standen die ersten Reiterferien bevor. Seitdem schätze ich den Umgang mit diesen treuen Tieren immer mehr: sie zu pflegen, mit ihnen zu lernen und sich von ihnen durch die Natur tragen zu lassen. Das möchte ich durch unsere Reiterferien an die Kinder weitergeben.

Susanne Gödecke

geb. 1971, verheiratet, Pfarrerin in der Christengemeinschaft Berlin-Wilmersdorf.

Mit den Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft selbst groß geworden, stehe ich seit vielen Jahren in dieser Arbeit. Den Kindern und Jugendlichen damit eine erfüllte Zeit zu ermöglichen, aus der sie Kraft und Mut für ihren Lebensweg schöpfen und Gleichgesinnte in ihrer eigenen Generation finden können, lässt mich Jahr für Jahr eine neue Freizeit planen. Mein Entschluss, schon recht früh Pfarrerin zu werden (1997), hatte mit der Erwägung zu tun, dass gerade für diese Aufgabe „jugendliche Kräfte” von Nöten sind. Von Anfang an habe ich versucht, die Ferienfreizeiten spielerisch zu prägen – durch ein Thema, das sich durch Geschichten und Gespräche, verschiedene Projekte, Geländespiele, Feste und Musik bis hin zu Aufführungen zieht. Ein solcher Charakter lässt sich besonders gut in einer „Kulturzeit“ mit Jugendlichen verwirklichen, die mit unserem Theatersommer 2018 zum vierzehnten Mal stattfindet.

Tabea Hattenhauer

geb. 1975, verheiratet, zwei Kinder, Religionslehrerin, Pfarrerin in der Christengemeinschaft in Hamburg-Harburg.

Schon als Kind und Jugendliche habe ich mehrmals mit Begeisterung an Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft teilgenommen. Es war immer wieder eine Freude, mit neuen und alten Freunden den Sommer unter freiem Himmel zu verbringen: beim Wandern, Baden, Spielen, Tanzen oder Radfahren und zweimal täglich als große Gemeinschaft zusammen zu kommen, um zu singen und Geschichten zu hören.

Nach meiner Waldorf-Schulzeit studierte ich zunächst Architektur, wandte mich dann aber – angeregt durch den Erziehungsalltag mit den eigenen Kindern – der Waldorfpädagogik zu. Neben der Organisation von Tagungen für Jugendliche und Familien war ich seit 2010 als Religionslehrerin tätig und gehörte bereits 2014 und 2015 zum Leitungsteam der Familienfreizeit an der Ostsee. Seit 2017 bin ich nun Priesterin der Christengemeinschaft. Nachdem ich 2018 neue und schöne Erfahrungen bei der Reiterfreizeit sammeln durfte, freue ich mich, 2019 wieder an die Ostsee zu fahren, um dort mit Ihnen und Ihren Kindern meine Freude am Singen und Geschichtenerzählen zu teilen. Es ist immer wieder beglückend, wie aus so vielen individuellen Menschen durch das Zusammenleben schon bald eine Gemeinschaft entsteht, in der wir bei uns selber ankommen, indem wir uns mit den anderen verbinden.

Dorothea Henning

geb. 1953, verheiratet, fünf erwachsene Kinder, Religions- und Musiklehrerin.

Ich kenne die Ferienfreizeiten seit meiner Kindheit und freue mich jedes Jahr auf die vielen Begegnungen, die zwischen den Kindern und Helfern stattfinden. Mein Anliegen ist es, durch das gemeinsame Spielen in der Natur, durch künstlerische und handwerkliche Betätigungen den Kindern die Möglichkeit zu intensiven zwischenmenschlichen Begegnungen zu bieten, aus denen sich oft langjährige Freundschaften entwickeln und wichtige Lebensimpulse hervorgehen.

Claudio Holland

geb. 1971, verheiratet, vier Kinder, Goldschmied, seit 2001 Priester in der Christengemeinschaft, derzeit in Hannover.

Seit 1998 leite ich Jugend- und Familienfreizeiten. Dass sich dabei alle Teilnehmer erholen und zusammen mit anderen eine schöne Zeit erleben, vielleicht sogar neue Freunde finden, ist für mich eigentlich selbstverständlich. Aber durch den gegebenen Rahmen – das Thema, den Ort und die Landschaft, den Tagesrhythmus und die religiösen Elemente, die sich selbstverständlich in den Tag einfügen – kann zur körperlichen und seelischen Erholung eine wirkliche innere geistige Erfrischung und Anregung hinzukommen, die weit über den Sommer und das Jahr hinausreicht. Unzählige Kinder, Jugendliche und Erwachsene haben aus solchen Freizeiten entscheidende Impulse und Halt für ihr ganzes Leben mitnehmen können, unabhängig davon, ob sie mit der Christengemeinschaft verbunden waren oder nicht. Die Ferienlager der Christengemeinschaft sind für mich die schönste Chance für alle Beteiligten, sich selbst und anderen ganz neu zu begegnen.

Johanna Hünig

geb. 1981, Hebamme, meistens in Deutschland - doch ab und an kann ich auch bei den Einsätzen der Ärzte ohne Grenzen einen Blick über unseren europäischen Tellerrand hinaus werfen. Von meiner ersten Ferienfreizeit vor vielen Jahren habe ich ein ganzes Jahr lang gezehrt, während ich damals fürs Abi lernte. Seitdem bin ich mit Begeisterung immer wieder dabei und wünsche mir, dass die Wanderfreizeiten für die Jugendlichen nicht nur eine Reise in ein anderes Land sind, sondern mit ihren Begegnungen und Erlebnissen das ganze Jahr, ja, vielleicht sogar das ganze Leben bereichern. Dass die Füße uns tragen und alles, was wir brauchen, im Rucksack ist - das macht uns frei für neue Begegnungen und ermöglicht Entwicklung. Für mich selbst ist immer wieder spannend, wer dieses Mal dabei sein wird und wie wir alle nach der Tour als ein wenig andere zurückkommen, weil wir weiter gewandert sind …

Naomi Kassner

geb. 1995, Azubi im Zimmereihandwerk, Ober-Ramstadt.

Nachdem ich die Kanutour in Schweden zweimal als Teilnehmerin erlebt hatte, war ich anschließend drei Jahre als Gruppenleiterin dabei und seit 2017 auch als Freizeitleiterin. So bin ich dieser Freizeit bis heute treu geblieben und werde auch im kommenden Sommer wieder mitfahren.

Die Herausforderungen des gemeinsamen Lebens in der Freizeit, sowohl sozial-zwischenmenschlich als auch organisatorisch-praktisch, reizen mich immer wieder aufs Neue, Teil dieser temporären Gemeinschaft zu sein und durch meine Arbeit und Energie den Jugendlichen wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Das Leben in und mit der Natur und der Verzicht auf den Luxus, den wir im Alltag gewohnt sind, begeistern mich nach wie vor, da es uns andere Perspektiven eröffnet und zu den existenziell wichtigen Dingen (zurück-) führt.

Arnold Lansing

geb. 1983, verheiratet, zwei Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Hannover.

Harry Lohse

geb. 1958, verheiratet, vier Kinder, seit März 2000 Pfarrer in der Christengemeinschaft in Würzburg, vorher Lehrer an einer heilpädagogischen Schule.

Meine Hobbys sind Volleyball und Jazzmusik (Schlagzeug). Ich bin davon überzeugt, dass die Seele singen, tanzen, musizieren und schauspielern will; dafür braucht es aber einen geeigneten Rahmen. Deshalb leite ich seit 2003 die Musical-Freizeit im Oberlin-Haus. Hier kann man die Langeweile und das Herumhängen besiegen, sich in einer neuen Gemeinschaft ausprobieren, ungeahnte Fähigkeiten bei sich entdecken, viele nette Leute kennenlernen und sich selber unter Gleichgesinnten neu er-finden.

Miriam Röger

geb. 1985, Pfarrerin in der Christengemeinschaft in Bochum

Mit den Freizeiten bin ich seit meiner Kindheit eng verbunden. Besonders als Jugendliche haben mir die Gemeinschaften auf den Freizeiten immer die nötige Freude und Kraft gegeben, das Schuljahr bis zum nächsten Sommer durchzuhalten. Dieses Geschenk möchte ich gern weitergeben und einen Raum schaffen, in dem jedes Kind ganz es selbst sein und den Alltag für zwei Wochen vergessen kann. Am besten geht dies natürlich bei einem Abenteuer wie dem Kanufahren. Ich selbst habe als Kind Kanu-Leistungssport betrieben, erfreue mich heute aber mehr am geruhsamen Paddeln zur Entspannung und einfach daran, auf dem Wasser unterwegs zu sein.

Johannes Roth

geb. 1970, verheiratet, zwei Kinder, Priester in der Christengemeinschaft. Nach der Schulzeit Zivildienst als Pflegehelfer, danach Physik-Studium in München und Göttingen, Diplom 1998. Anschließend Priesterseminar in Stuttgart, Weihe 2002, Gemeindepfarrer in Lübeck und (seit 2004) in Kassel.

Nachdem ich als Kind und Jugendlicher kaum Zugang zu Gemeinschaftsaktionen (wie z. B. Jugendtagungen) hatte, fuhr ich schließlich mit fast 30 Jahren einmal als Betreuer mit zu einer Kinderfreizeit – und bin bis heute dankbar dafür! Ich erlebte, wie das Wirken aus einer Gemeinschaft heraus einer großen Kinderschar Form, Halt und Sicherheit geben kann, wie der klare Tages- und Wochenrhythmus ein längeres Zusammenleben möglich macht, wie die Kinder in dem Rahmen, der ihnen hier angeboten wird, fern ihrer gewohnten Umgebung eine andere Rolle und andere Aufgaben übernehmen, wie sie sich dankbar für soziale Auseinandersetzungen zeigen können, solange diese konstruktiv sind. – Vier Jahre später war ich erstmals als Freizeitleiter mit dabei, seitdem alljährlich. Was mir dabei wichtig ist, ist neben den oben beschriebenen Elementen: den Kindern starke Erlebnisse in der Natur zu ermöglichen, ihnen durch erfüllte Tätigkeit, durch liebevolle Betreuung, durch Gesang und Geschichten eine Umgebung zu bereiten, die ihnen zu einer „Heimat auf Zeit“ wird, von der sie zehren können – vielleicht ein Leben lang.

Georg Schaar

geb. 1967, verheiratet, vier Kinder, Pfarrer in der Christengemeinschaft in Überlingen.

Kinderfreizeiten sind ein Lebensort. Als Kind habe ich von Freizeit zu Freizeit gelebt. Als Helfer wurde das Mitwirken ein Stück weit erprobt. Als Freizeitleiter darf ich die Freude erleben, wenn aus vielen Einzelheiten – Menschen, Tätigkeiten, Ereignissen – allmählich ein einzigartiges Ganzes wächst. So ein Stück Leben zu gestalten, aus den Kindheitserfahrungen und dem Umgang mit vier eigenen Kindern schöpfend, angeregt durch die heute zugängliche Fülle von Ideen zu Mensch und Welt und gespannt auf das, was bei jeder Gelegenheit unverwechselbar neu entsteht – darauf freue ich mich, wenn ich auf eine Kinderferienfreizeit zugehe.

Dietmar Schwarz

geb. 1965, verheiratet, fünf Kinder, Bootsbaumeister, Dipl.-Betriebswirt, Geschäftsführer im Verband der Sozialwerke der Christengemeinschaft e. V., Kanuguide Level 3T (DiKA)

Die Ferienfreizeiten der Christengemeinschaft sind für mich Orte der Begegnung und Entwicklung. Begegnungen der Kinder und Jugendlichen, des Teams, jedes einzelnen mit sich selbst, mit den Gruppen und/oder der Gemeinschaft und mit den Elementen der Natur. Durch diese vielfältigen Begegnungen werden in allen Beteiligten Entwicklungen angestoßen, die oft weit über die Dauer der Ferienfreizeiten hinausgehen. Als Leiter versuche ich, zusammen mit dem Team den Rahmen zu gestalten – mit allem, was dazu gehört –, damit dies in guter Weise und viel Freude für alle gelingen kann. Auf den von mir geleiteten Kanu- und Segelferienfreizeiten habe ich immer wieder erfahren können, auf welch wunderbare Weise Wind, Wasser und Boote eine Unterstützung dafür sind.

Rose Steinberg

geb. 1985, Pfarrerin in der Christengemeinschaft in Stuttgart.

Sylvia Stowasser

geb. 1967, Waldorfschülerin, zunächst Lehramtsstudium Mathematik, Biologie und Schulmusik, dann Ausbildung zur Erzieherin am Waldorferzieherseminar in Dortmund. Seit 1995 arbeite ich im Waldorfkindergarten Köln-Volksgarten. Auf die Ferienzeit freuen wir uns wie auf ein großes Fest (feriae, lat. = Festeszeit). Fern vom Alltag beginnt tatsächlich eine besondere Zeit, wenn man es versteht, sie auch besonders zu gestalten. Ich freue mich sehr darauf, auch in diesem Jahr die Reiterferien zu begleiten. In einer Welt, in der natürliche Erlebnisräume immer weiter schwinden, ist es mir ein Anliegen, hinaus in die Natur zu gehen. Abenteuerlustig durch den Wald zu streifen, über Wiesen zu jagen, Kräuter zu entdecken, Freunde zu finden, zu tanzen, zu spielen, gemeinsam zu singen und Geschichten zu lauschen … all das und noch viel mehr gehört für mich zu den „Festmomenten“ des Kindseins.